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Auftaktveranstaltung zum SKS-NRW-CUP in Solingen am 2.05.2010 Heimvorteil für mich als Velo-Solinger?
Wohl kaum. Vorbereitung zum Rennen bedeutet: Nach 7 Stunden arbeiten an der Strecke (Abflattern usw.) am Samstag, geht es am Sonntag um 9 Uhr los. Eintreffen an unserem Veranstaltungsort Halfeshof, also ca.1 ½ h vor Rennbeginn, so dass noch genug Zeit zum Umziehen und Warmfahren bleibt.

Die letzten Tage war schönstes Wetter, Sonnenschein und warm, doch genau an unserem Rennen musste es mal wieder regnen - macht nichts, sind wir ja gewöhnt ;-). Ich hatte noch Glück - die Strecke war aufgrund des Wetters so trocken, dass der Boden das Wasser aufnehmen konnte und sich der Parcours nicht in eine Schlammrinne verwandelte.
9.40 Uhr: letzte Anweisungen von meinem Trainer. Dann geht es auch schon auf die Rolle, und es werden ein paar Sprints angezogen, bis die Muskulatur aufgewärmt ist. So langsam kehrt Ruhe ein, die Gespräche werden eingestellt und man konzentriert sich auf die bevorstehende Belastung - den Wettkampf. Pünktlich um 10.20 Uhr wird zur Startaufstellung aufgerufen Ich beginne damit, meine "Rennklamotten" anzuziehen - der letzte Schliff bis zum Start. Ich werde in die zweite Startreihe gerufen, nicht die beste Position aber es geht auch schlechter. 10.30 Uhr: der Startschuss ertönt, und ca. 25 Junioren preschen auf die Strecke. Ich erwische eine Lücke und kann zunächst auf Platz 4 und dann auf Platz 2 vorsprinten. Das baut auf, sodass man das Rennen gleich motivierter angeht. Zweiter Platz, für einen guten Abfahrer gibt es kaum etwas besseres, nur noch einen vor einem der einen Ausbremsen kann, also konnte ich direkt Zeit gut machen, da es in Solingen unmittelbar nach der Einführungsrunde bergab zur Wupper geht. Nach der rasanten Abfahrt muss natürlich alles wieder hochgefahren werden, ist halt so bei einem Rundkurs.
Also Lock-out rein - und treten. Zunächst ging es über einen mittelsteilen Anstieg - mein Vorteil war, dass der Anstieg so eng war, dass man nicht überholen konnte. So konnte ich mein Tempo fahren, was im steilen Anstieg nicht so hoch war wie das der anderen - Krafttraining steht halt jetzt erst auf dem Trainingsplan. Aber nach dieser Passage ging es über eine leicht ansteigende alte Schmalspurbahntrasse - hervorragend für mich, hier konnte ich gut abgasen und nicht nur die verlorene Zeit gut machen, sondern sogar Zeit auffahren. Nach dem flachen Stück kam ein steiler Anstieg, hier ließ ich mir meine temporäre Schwäche für steile Anstiege nicht anmerken, also 110% geben und mein BIONICON FREQUENY die Trasse hochjagen, um ja keine Zeit kurz vor dem Ziel zu verlieren. Von Runde zu Runde wurde der Anstieg härter, aber aufgrund des intensiven Grundlagentrainings konnte ich das Tempo bis ins Ziel halten. Nach 1½h Renndauer und einem Schlusssprint hatte ich es geschafft - Platz 5 und Vize-Bezirksmeister Bergisch-Land, zumal eine starke russische Nachwuchsmannschaft bei uns in Solingen am Start war. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis; die ersten harten Einheiten dienstags zuvor haben gewirkt, und ich schaue optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe.
Meine Schwester Majlen hat übrigens mit ihrem FREQUENY die gesamte russische Konkurrenz hinter sich gelassen, also Platz 1.
Der nächste Wettkampf folgt am Sonntag in Oelde, SKS-NRW-CUP Nr. 2.

Gruß an alle Velos
Jonas Müller

Aktualisiert 08. Mai 2010    Geschrieben von Jonas Müller    419  Mal gelesen

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